Kreativität geht.
Warum Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kreativität gut zusammenpassen. Und womit es beginnt.
Politik und Kreativität ähneln sich: hinter beiden stehen Entscheidungsprozesse. Obwohl das Wort Kreativität in der Politik nicht oder kaum auftaucht — genauso wenig wie das Wort Vision —, war sie doch immer wieder kreativ: Letztlich waren es politische „Erfindungen“, die der Menschheit vielerorts Fortschritt und Frieden brachten, vom Konzept der freien, gleichen und geheimen Wahl über Steuern als Instrument der Umverteilung bis zur Idee der Sozialversicherung …
Damit es weiterhin wegweisende Ideen geben kann, braucht es — auch in der Politik — ein für Kreativität förderliches Umfeld. Und vor allem: Es bedarf der Erkenntnis, dass Kreativität per se ein stärkeres Thema werden muss. Landauf, landab.
Klimawandel, Ressourcen- und Energieknappheit, Digitalisierung, Arbeitskräftemangel, … Zeiten mit solchen Herausforderungen verlangen nach Perspektivenwechsel, nach völlig neuen Visionen. Und nach tatsächlichem Mut.
Anders gesagt: Es braucht neue Ansätze für politische Lösungen. Lösungen, die sich kreative Prozesse zum Vorbild nehmen, die die Menschheit seit je begleitet, verändert und bereichert haben. Wir brauchen Ideenreichtum und Offenheit. Und den Mut, sich manchmal auch auf den Weg ins Unvorhersehbare einzulassen — auf Prozesse, deren Ergebnisse wir noch nicht kennen und die mehr als eine Legislaturperiode an Zeit benötigen.
Deshalb eine klare Forderung: Kreativität muss Teil der politischen Arbeit sein. Sie muss dort wie überall sonst gezielt gefördert werden: in Schulen und Unternehmen ebenso wie bei Wissenschaftlern und Lehrlingen; in Musikvereinen und Krankenhäusern wie auf Tirols Feldern und Skipisten. — Nur so werden wir unsere Zukunft besser gestalten. Menschengerecht. Hier und jetzt können wir damit beginnen …
