Das erklärte Ziel sei es, so WEI SRAUM. Designforum-Gründer und kreativland.tirol-Initiator Kurt Höretzeder, die enorme Kraft, die der Kreativität inne wohnt, ins gesamtgesellschaftliche Blickfeld zu rücken: „Kreativität ist nicht bloß ein Thema für einige wenige Großgenies oder für einen privat im gerade neu gestrichenen Wohnzimmer. Wir brauchen ein tieferes Verständnis von Kreativität – im Beruf und in der Wirtschaft, in Gesellschaft und Politik.“ Der Weg zu diesem Verständnis, so stellte das mannigfaltige Programm von Fö N unter Beweis, ist einer mit vielen Zugängen: Wolf Lotter, seines Zeichens Autor, Journalist und gern konsultierter Experte für Transformation und Information rief in seinem Vortrag zur kreativen Revolution auf, Texter-Legende Michael Matthiass führte anschließend in die Kunst des intuitiven Denkens ein. Dem Potential der Kreativität für den ländlichen Raum widmete sich Kulturmanagerin Elisabeth Schweeger, bevor der 14-fache Buchautor und Unternehmensberater Jens-Uwe Meyer die Notwendigkeit von innovationsgetriebenem Handeln in Unternehmen verdeutlichte. Nach einer Mittagspause betraten Sonja Zant und Matthias Pöll die Bühne im großen Saal des Hauses der Musik und plädierten für eine Neudefinition unserer Beziehung zur Kreativität. Ebenfalls im Duo präsentierten Maria Dietrich und Chris Müller ihre Vorstellungen von kreativen Biotopen als Chance für Städte und Gemeinden. Wie sogar die scheinbar trockene Welt der Bürokratie von kreativen Konzepten profitieren kann, machte Anna Schneider, Direktorin des Creative Bureaucracy Festivals Berlin in ihrem Talk deutlich. Als letzter Speaker des Festivals stand Stefan Klein auf der Bühne. Der Physiker, Philosoph und Wissenschaftsautor untermauerte den Wert des schöpferischen Geistes in einer Welt von Big Data. Eben dieser schöpferische Geist und sein enormes Potential für Wirtschaft und Gesellschaft bekam auf dem Fö N Kreativ-Summit deutlichen Wind unter den Flügeln. Für Tom Jank, Obmann der Fachgruppe Werbung in der WK Tirol und Co-Initiator des Summits, steht es außer Frage, dass die Kreativität in Tirols Unternehmen neu betrachtet und bewertet werden muss. Deutlich macht das auch die im Rahmen des Fö N-Festival vorgestellte Studie, die sich der Fragestellung „Wie kreativ sind Tirols Unternehmen?“ widmet.